Ein Systemwechsel als Chance
Das nahende Support-Ende des bisherigen SAP Business Warehouse war der Anlass, die Datenstrategie bei STAEDTLER neu zu denken. Vor dem Projekt griffen Bereiche wie Controlling, Logistik, Fertigung, HR und Sales auf Daten aus vielen verschiedenen Quellen zu, von SAP-Systemen bis zu Excel-Dateien. Allein in den Altsystemen liefen über 200 Berichte. Eine einheitliche Sicht auf die Daten war so kaum möglich. STAEDTLER nutzte den anstehenden Wechsel deshalb, um eine moderne Grundlage für Datenanalysen und künstliche Intelligenz zu schaffen.
„b.telligent hat uns in einem strukturierten Format sicher durch die Entscheidungsfindung für eine neue Daten- und Analytics-Plattform geführt“, sagt Heiko Stranghöner, Head of Enterprise IT Solutions bei STAEDTLER SE. „Durch deren Aufbau erwarten wir uns großes Potenzial für zukünftige datengetriebene Entscheidungen und wertvolle Erkenntnisse.“
Von der Potenziallandkarte zum Stufenplan
Das Projekt hat b.telligent als „Data & AI Strategy Kickstart“ in fünf aufeinander aufbauenden Schritten aufgesetzt. Zum Auftakt brachte ein Workshop alle relevanten Fachbereiche mit der IT an einen Tisch. Dabei entstand eine unternehmensweite Potenziallandkarte, die zeigt, wo Daten den größten Nutzen bringen. Parallel dazu erfasste und bewertete das Team die bestehende Datenlandschaft. In weiteren Workshops arbeiteten die Beteiligten anschließend über 40 Use Cases aus sechs Unternehmensbereichen von HR bis Sales aus und priorisierten sie.
Auf dieser Basis verglich b.telligent Microsoft Fabric mit der SAP Business Data Cloud. Bewertet wurden der Nutzen für die Use Cases, der Integrationsaufwand, die Gesamtkosten und die strategische Passung. Microsoft Fabric überzeugte vor allem durch seine offene, flexibel erweiterbare Architektur. Hinzu kommen die enge Anbindung an vertraute Werkzeuge wie Power BI und Excel sowie die Stärken bei KI und anspruchsvollen Datenanalysen. Den Abschluss bildet ein Stufenplan mit vier Etappen für 2026 bis 2027. Er folgt dem Leitprinzip „Business leads – people and technology enable“. Neben dem technischen Aufbau und der Ablösung alter Berichtssysteme legt er besonderes Gewicht darauf, die Fachbereiche gezielt auf die Arbeit mit der neuen Plattform vorzubereiten.
Klares Mandat für die nächsten zwei Jahre
Am wertvollsten war für alle Beteiligten die gemeinsame Ausrichtung. IT und Fachbereiche ziehen nun bei der Datenstrategie an einem Strang. Ein konkreter Fahrplan für die kommenden zwei Jahre liegt vor.
„In diesem Projekt haben wir wieder einmal klar gesehen, dass eine Datenstrategie nur dann wirklich greifen kann, wenn die Bedürfnisse der Fachbereiche von Anfang an mitgedacht werden“, sagt Kai Kalchthaler, Geschäftsführer von b.telligent. „STAEDTLER hat die Plattformfrage konsequent von den konkreten Anwendungsfällen her aufgemacht. Genau deshalb tragen IT und Fachbereiche die Entscheidung heute gemeinsam.“
Mehr dazu: Die ganze Success Story mit STAEDTLER