Welche Architektur passt zu Deinem Unternehmen? Am Beispiel von Zeotap zeigen wir den Unterschied zwischen Zero-Copy und einer nativen Integration in Snowflake.
Composable-CDP (Customer Data Platform) ist längst mehr als ein Marketingbegriff, aber nicht jede Composable-CDP funktioniert gleich. Manche greifen nur per Zero-Copy auf die Snowflake-Daten des Unternehmens zu, andere laufen komplett nativ im eigenen Account. Am Beispiel von Zeotap zeigt dieser Beitrag, was diesen Unterschied technisch und strategisch ausmacht. Am Ende wird klar, welche Architektur zum jeweiligen Anwendungsfall passt und worauf bei der Beschaffung zu achten ist.
GROB-WERKE schafft Transparenz über Projekte und Maschinen
Eine zentrale Microsoft-Fabric-Plattform verbindet Projektkosten, Forecasts und Echtzeitdaten
Transparente Steuerung bei GROB-WERKEN
Die GROB-WERKE, einer der weltweit führenden Hersteller von Anlagen und Werkzeugmaschinen, bündelten mit b.telligent Projektkosten, Forecasts und IoT-Maschinendaten in einer zentralen Microsoft-Fabric-Plattform. Projektleiter:innen erhalten nun in Sekunden aussagekräftige Reports, sehen Störungen in Echtzeit und steuern Budgets, Auslastung und Termine deutlich transparenter.
Seit 100 Jahren sind die GROB-WERKE als global operierendes Familienunternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Anlagen und Werkzeugmaschinen tätig. Zu ihren Kunden gehören die namhaftesten Automobilhersteller, deren Zulieferer und Unternehmen verschiedenster Branchen. Mit Produktionswerken in Mindelheim (Deutschland), Bluffton, Ohio (USA), São Paulo (Brasilien), Dalian (China), Pianezza (Italien) und Bangalore (Indien) sowie weltweiten Service- und Vertriebsniederlassungen sind die GROB-WERKE international aufgestellt. Weltweit erwirtschaftet die GROB-Gruppe mit 9.600 Mitarbeitern eine Leistung von 2,0 Mrd. Euro (GJ 24/25). Das Portfolio reicht von Universal-Bearbeitungszentren über hochkomplexe Fertigungssysteme mit eigener Automatisierung bis hin zu manuellen Montagestationen und vollautomatisierten Montagelinien. Mit der eigens entwickelten Software GROB-NET4Industry zur Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen können Produktionsprozesse digital und transparent dargestellt werden.
40 %
40 % weniger Berichte dank zentraler Datenplattform
Ausgangssituation & Herausforderung
Die GROB-WERKE standen vor der Herausforderung, ihre zunehmend komplexen Projekt- und Maschinendaten transparent, zeitnah und konsistent auszuwerten. Kosten und Fortschritt eines Projektes standen nicht zeitgleich zur Verfügung. Nur mit manuellem Aufwand konnten die Informationen in Verbindung gesetzt werden. Entscheidungen zu Budgets, Ressourcen und Projektprioritäten basierten daher häufig auf veralteten oder unvollständigen Informationen – mit spürbaren Risiken für Termine, Kosten und Profitabilität.
Hinzu kam, dass Planungs- und Forecast-Prozesse nicht nahtlos in das Reporting integriert waren. Anpassungen in der Projektplanung mussten zudem außerhalb der Reporting-Landschaft erfolgen, was zu Medienbrüchen, redundanten Datenhaltungen und eingeschränkter Planungssicherheit führte. Parallel dazu erzeugte die interne IoT-Lösung für kundenspezifische Anforderungen zwar große Mengen an Telemetrie- und Störmeldedaten, ihre interne Auswertung über direkte API-Anbindungen in Power BI war jedoch technisch komplex, schwer skalierbar und nur eingeschränkt performant. Darüber hinaus stand fest, dass die genutzte Lösung zum Jahr 2027 abgekündigt wurde.
Um diese Engpässe zu beheben, setzten sich die GROB-WERKE mit ihrem Partner b.telligent das Ziel, eine zentrale, skalierbare Datenplattform auf Basis von Microsoft Fabric aufzubauen. Damit sollten Projektkosten-Reporting, integrierte Planung und die Auswertung von Echtzeitdaten in einer konsistenten Umgebung zusammengeführt werden. Durch die so gewonnene Transparenz über alle Projekte sollte die Entscheidungsqualität im gesamten Unternehmen nachhaltig verbessert werden.
Lösungsansatz
b.telligent ging bei den GROB-WERKEN mit einem strukturierten, mehrstufigen Ansatz vor, in dem Strategie, Organisation und Technik eng miteinander verzahnt wurden. Zu Beginn erhoben Fachbereich und IT gemeinsam die zentralen Use Cases, die anschließend in eine übergreifende Datenstrategie überführt wurden – inklusive klarer Data-Governance-Regeln. So entstand sehr früh im Projekt ein gemeinsames Verständnis dafür, welche die wichtigsten Kennzahlen, Prozesse und Qualitätsanforderungen für Projektkosten, Planung und Störmeldungen sein müssen.
Darauf aufbauend wurde ein hybrides Zusammenarbeitsmodell etabliert: Daten und Verantwortung wurden in Data Domains organisiert – mit dezentraler Fachnähe und zentralen Standards.
Dieses Modell ermöglicht es den Data Domains, eigene Anforderungen agil umzusetzen, ohne dabei Konsistenz und Governance zu verlieren. Parallel entwickelte b.telligent die technische Microsoft-Fabric-Architektur für SAP-, IoT- und weitere Datenquellen.
Abbildung 2: Umgesetzte Cloud-Architektur
Ein wichtiger Meilenstein des Projekts war der Aufbau der Infrastruktur mittels Infrastructure as Code, um eine skalierbare, reproduzierbare und wartbare Plattform zu gewährleisten.
Damit ein nachhaltiger Betrieb sichergestellt ist, definierte das Projektteam Naming Conventions, Rollenmodelle und Arbeitsweisen – diese Aspekte waren für GROB besonders wichtig, um Wildwuchs und Insellösungen zu vermeiden. Anschließend wurden die relevanten Datenquellen integriert, transformiert und domänenorientiert für die Business Units bereitgestellt. Dabei mussten insbesondere heterogene SAP-Strukturen und hochfrequente IoT-Daten harmonisiert werden. Diese Herausforderungen löste b.telligent durch ein robustes Datenmodell und abgestimmte Pipelines.
Auf Basis dieser technischen und organisatorischen Umsetzung zeigen sich die erzielten Ergebnisse und konkreten Mehrwerte für GROB bereits deutlich im operativen Alltag. Die Berichtsanzahl wurde bereits um 40 % reduziert und die User-Zahl von Fabric-Datenprodukten liegt nun bei rund 300 Nutzern, Tendenz steigend.
Stimmen aus dem Projekt
Dank der kompetenten und partnerschaftlichen Beratung durch b.telligent konnten wir gemeinsam ein tragfähiges Konzept entwickeln und zugleich unsere Projektbeteiligten so qualifizieren, dass die Datenplattform künftig eigenständig betrieben werden kann. Auch Änderungen und neue Fachbereiche ließen sich im Projektverlauf flexibel integrieren. Die offene Zusammenarbeit mit dem Beratungsteam war ein wesentlicher Bestandteil des Projekterfolgs.
Thomas Brenner
Projektleiter BI-Strategie, Controller bei der GROB-WERKE GmbH & Co. KG
Mit Microsoft Fabric konnten wir bei GROB-WERKE in kurzer Zeit eine gemeinsame Datenbasis schaffen, auf die alle Fachbereiche vertrauen. Für mich als Projektleiter ist besonders beeindruckend, wie stark sich Entscheidungsgeschwindigkeit und -qualität verbessert haben: Statt lange Daten zusammenzutragen, können sich die Teams heute auf Inhalte und Steuerung fokussieren. Die neue Plattform ist für GROB nicht nur ein IT-Projekt, sondern ein echter Enabler für datengetriebenes Arbeiten – und die Grundlage für viele weitere Use Cases in der Zukunft.
Florian Stein
Projektleitung, b.telligent
b.telligent Leistungen auf einen Blick
Datenstrategie
Gemeinsame Entwicklung einer Strategie inkl. Definition wichtiger Anwendungsfälle und Spielregeln.
Modernes Kooperationsmodell
Verbindung von Fachbereichen & zentralen Funktionen entlang klarer Verantwortlichkeiten.
Zukunftsfähige Daten- und Reporting-Plattform
Gestaltung von Microsoft Fabric als Fundament für alle relevanten Unternehmensdaten.
Plattformstandards & Skalierung
Aufbau einer stabilen, skalierbaren Umgebung und Einführung von einheitlichen Arbeitsweisen.
Strukturierte Datenaufbereitung & Bereitstellung
Fachbereiche können nun einfach und sicher auf relevante Daten zugreifen.
Geschäftskritische Analytics-Use-Cases
Projektkosten-Reporting, integrierte Projektplanung und Echtzeitanalysen von Störmeldungen.
Ergebnisse & Erfolge
Highlights
Geschwindigkeit – Deutlich schnellere Bereitstellung von Reports und Analysen, sodass Entscheidungen schneller und präziser getroffen werden können.
Transparenz – Die Datenplattform auf Basis von Microsoft Fabric bietet eine zentrale, einheitliche Sicht auf Unternehmensdaten und macht Zusammenhänge über Bereiche und Systeme hinweg sichtbar.
Verlässlichkeit – Single Source of Truth und klare Governance sorgen für gleichbleibend hohe Datenqualität und vertrauenswürdige Steuerungsinformationen.
Durch die Implementierung dieser modernen Lösung auf Basis von Microsoft Fabric konnte GROB bereits beeindruckende Ergebnisse erzielen – und legt zugleich die Grundlage für weiteres Wachstum: Künftig können alle Standorte weltweit in nahezu Echtzeit auf relevante Informationen zugreifen, Projekte standortübergreifend einheitlich steuern und neue datengetriebene Use Cases Schritt für Schritt auf der etablierten Plattform realisieren.
Aufgrund der schrittweisen Umsetzung der priorisierten Use Cases zeigt sich der Nutzen der neuen Datenplattform bereits deutlich im Tagesgeschäft. Durch Microsoft Fabric konnte ein erheblicher Performance-Gewinn in den Reports erzielt werden: Auswertungen, die früher mehrere Minuten benötigten oder nur über Umwege möglich waren, stehen heute in Sekunden zur Verfügung.
Die zentrale Datenbasis dient als Single Source of Truth und ermöglicht vertrauenswürdige, bereichsübergreifende Reports. Abstimmungsaufwände sinken, da alle Beteiligten mit denselben, konsistenten Kennzahlen arbeiten. Störmeldungen werden in Echtzeit ausgewertet und Probleme können so sehr viel schneller erkannt und gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die Lösung ist sehr flexibel bei neuen Anforderungen, ohne dass die Architektur grundlegend angepasst werden muss. Zudem regelt eine klar definierte Data Governance Rollen, Verantwortlichkeiten und Qualitätsstandards. Der Mehrwert für GROB: mehr Geschwindigkeit, Transparenz und Verlässlichkeit in der Steuerung der Projekte.
Das Erfolgsprojekt im Detail
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Technologien im Einsatz
Microsoft
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