Welche Architektur passt zu Deinem Unternehmen? Am Beispiel von Zeotap zeigen wir den Unterschied zwischen Zero-Copy und einer nativen Integration in Snowflake.
Composable-CDP (Customer Data Platform) ist längst mehr als ein Marketingbegriff, aber nicht jede Composable-CDP funktioniert gleich. Manche greifen nur per Zero-Copy auf die Snowflake-Daten des Unternehmens zu, andere laufen komplett nativ im eigenen Account. Am Beispiel von Zeotap zeigt dieser Beitrag, was diesen Unterschied technisch und strategisch ausmacht. Am Ende wird klar, welche Architektur zum jeweiligen Anwendungsfall passt und worauf bei der Beschaffung zu achten ist.
Geschäftskritische DWH-Migration im hochregulierten Finanzumfeld mit Microsoft Fabric in fünf Monaten
DWH-Migration auf Microsoft Fabric bei grenke
In nur fünf Monaten überführten grenke und b.telligent eine komplexe, geschäftskritische On-Premises-Datenplattform auf Microsoft Fabric. Damit verfügt grenke heute über eine sichere und zukunftsfähige Basis für Reporting, Analytics sowie künftige AI- und Machine-Learning-Anwendungsfälle.
Seit 1978 ist grenke ein globaler Spezialist für Small-Ticket-Leasing mit Vertragswerten bis 50.000 Euro. Rund 2.300 Mitarbeitende in mehr als 30 Ländern entwickeln Finanzierungslösungen, die Unternehmen und Selbstständigen finanziellen Spielraum für Investitionen geben. Mehr als 35.000 Fachhandelspartner und über 700.000 Kundinnen und Kunden, überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen sowie Selbstständige, nutzen die Angebote der grenke Gruppe. Zur Gruppe gehört auch die grenke Bank, die eine wichtige Rolle bei der Refinanzierung übernimmt. Mit internationaler Präsenz und persönlicher Beratung unterstützt grenke seine Kunden dabei, unternehmerische Chancen zu nutzen und ihr Geschäft eigenständig weiterzuentwickeln.
4,5
4,5 TB Daten aus 19 Quellsystemen wurden in nur fünf Monaten auf Microsoft Fabric migriert.
Ausgangssituation & Herausforderung
grenke, ein globaler Spezialist für Small-Ticket-Leasing, bewegt sich in einem stark regulierten Finanzumfeld. Verfügbarkeit, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit von Daten sind hier zentrale Anforderungen. Genau an diesem Punkt stieß das bestehende Data Warehouse DWH3 an seine Grenzen.
Die On-Premises-Architektur mit SQL Server, SSAS und Power BI Report Server war über Jahre auf 4,5 TB Daten gewachsen, rund 1 TB davon allein im täglichen Umlauf. Gespeist wurde sie aus 19 Quellsystemen mit etwa 3.000 Tabellen und Views. Jeder weitere Ausbau hätte die Komplexität erhöht, ohne die Plattform zukunftsfähiger zu machen. Mit dem starken Wachstum, das grenke in den kommenden Jahren anstrebt, hätte die bisherige Lösung nicht Schritt halten können.
grenke entschied sich deshalb für den Wechsel auf Microsoft Fabric. Das Ziel: eine moderne, zentral gesteuerte Analytics-Plattform mit klaren Governance-Strukturen, die das bestehende Reporting nahtlos übernimmt und die Basis für künftige Data- und AI-Anwendungsfälle legt. Der Zeitrahmen war eng gesteckt: fünf Monate für eine geschäftskritische Migration. Das verlangte von Anfang an klare Prioritäten und eine eng abgestimmte Architekturarbeit.
Lösungsansatz
Bestandsaufnahme, Blueprint und Proof of Concept
Den Auftakt bildete eine gründliche Bestandsaufnahme. Das interdisziplinäre b.telligent-Team analysierte Datenmodelle, ETL- und ELT-Strecken sowie Abhängigkeiten im bestehenden DWH3. Daraus entstand ein mit grenke abgestimmter Migrations-Blueprint für Microsoft Fabric. Die Zielarchitektur verbindet OneLake, Lakehouse, Warehouse und semantische Modelle mit klaren Vorgaben für Workspaces, Kapazitäten, Security, Rollen, Zugriffe und Data Governance.
Bevor die Umsetzung in die Breite ging, validierte ein Proof of Concept die kritischen Architekturentscheidungen und den geplanten Migrationsweg. So ließen sich technische Risiken früh erkennen und gezielt reduzieren.
Kontrollierter Datentransfer in die Cloud
Eine besondere Herausforderung war es, das gesamte Datenvolumen zuverlässig aus der On-Premises-Landschaft in die Cloud zu übertragen. Bei 4,5 TB Daten, zahlreichen Abhängigkeiten und einem engen Zeitplan musste der Transfer so gesteuert werden, dass Vollständigkeit und Konsistenz der Daten jederzeit nachvollziehbar blieben. Das Team teilte die Übertragung deshalb in kontrollierte Schritte auf, begleitete sie mit technischen Prüfungen und Datenabgleichen und schuf so die Grundlage für den Aufbau der Fabric-Datenstrecken.
Neuaufbau der Datenstrecken auf Microsoft Fabric
Auf dieser geprüften Basis baute das Team Datenflüsse, Transformationslogiken und Betriebsprozesse mit Fabric Data Factory, Notebooks, Lakehouse Storage und der Warehouse-Schicht neu auf und band die bestehende dbt-Cloud-Konfiguration ein. Technische Tests, Datenabgleiche und definierte Fehlerbehandlungsprozesse stellten sicher, dass dabei keine Funktionalität und keine Datenqualität verloren ging.
Parallel entstanden die Governance- und Betriebsgrundlagen: Workspace-Design, Zugriffsmodelle, Monitoring und Dokumentation, eng abgestimmt zwischen Projektmanagement, DWH-Architektur, Fabric-Architektur und Data Engineering. Die Kombination aus Legacy-Verständnis und Fabric-Expertise war entscheidend, um die hohe Zahl an Quellen und Datenobjekten im ambitionierten Zeitplan zu bewältigen.
Microsoft als Beschleuniger
Microsoft unterstützte das Vorhaben über ECIF im Rahmen des Azure Frontier Offer. Die Förderung half, Architektur, Proof of Concept und Migration zusätzlich abzusichern. Konzeption, Umsetzung und Betriebsbefähigung verantworteten grenke und b.telligent gemeinsam.
Go-live, Wissenstransfer und Hypercare
Zum Abschluss begleitete b.telligent Go-live, Wissenstransfer und Hypercare-Phase. So blieb der Betrieb auch über den Cut-over hinaus stabil.
Stimmen aus dem Projekt
Mit b.telligent haben wir eine komplexe DWH-Landschaft in einem ambitionierten Zeitrahmen auf Microsoft Fabric überführt. Das Team verband fundierte Architekturarbeit mit pragmatischer Umsetzung, machte Risiken früh transparent und entwickelte gemeinsam mit uns tragfähige Lösungen. Damit verfügt grenke über eine skalierbare Basis für Analytics und AI.
Thomas Kronawitter
Head of Data-Driven Applications & Services bei grenke
Bei einer Migration dieser Größenordnung entscheiden nicht nur Architektur und Engineering, sondern auch ein belastbares Zusammenspiel von Kunde, Beratung und Technologiepartner. Gemeinsam mit grenke und Microsoft haben wir in kurzer Zeit die Voraussetzungen geschaffen, um DWH3 sicher abzulösen und die Datenplattform langfristig auf Microsoft Fabric auszurichten.
Matthias Nohl
Account Manager grenke und Management Consultant bei b.telligent
b.telligent Leistungen auf einen Blick
DWH3-Analyse & Migrations-Blueprint
Bewertung von Datenmodellen, ETL- und ELT-Strecken, Abhängigkeiten und betrieblichen Anforderungen.
Fabric-Zielarchitektur
Konzeption von OneLake, Lakehouse, Warehouse, semantischer Schicht, Workspaces und Kapazitätsmodell.
Proof of Concept
Validierung kritischer Architekturentscheidungen, des Migrationsansatzes und der technischen Machbarkeit.
Datenmigration & Engineering
Neuaufbau der Datenpipelines und Transformationslogiken mit Fabric Data Factory, Notebooks und dbt Cloud.
Security, Governance & Betrieb
Rollen- und Zugriffskonzepte, Architektur-Reviews, Monitoring Readiness sowie Fehlerbehandlung.
Go-live & Hypercare
Datenabgleiche, technische Tests, Dokumentation, Wissenstransfer und Begleitung des Übergangs in den Betrieb.
Ergebnisse & Erfolge
Highlights
Komplexe Migration in fünf Monaten
4,5 TB Daten, rund 1 TB tägliches Datenvolumen, 19 Quellsysteme und etwa 3.000 Tabellen und Views erfolgreich auf Microsoft Fabric überführt.
Fabric-Zielarchitektur mit integrierter Governance
OneLake, Lakehouse, Warehouse, semantische Modelle und Power BI bilden eine skalierbare Plattform mit integrierten Security-, Rollen- und Governance-Strukturen.
Stabiler Übergang in den Betrieb
Standardisierte Tests, Datenabgleiche, dokumentierte Zielarchitektur, Wissenstransfer und Hypercare sichern den stabilen Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattform.
Fünf Monate nach dem Projektstart lief die komplette DWH3-Landschaft auf Microsoft Fabric, inklusive aller über die Jahre gewachsenen Quellsysteme, Tabellen und Views. Die neue Umgebung löst zentrale Teile der alten On-Premises-Architektur ab und ersetzt sie durch eine skalierbare SaaS-Plattform mit integrierten Sicherheits- und Governance-Funktionen. Standardisierte Tests, Datenabgleiche und klar definierte Fehlerbehandlungsprozesse sorgen dafür, dass die migrierten Datenstrecken im Betrieb zuverlässig laufen.
grenke ist damit unabhängiger von der Legacy-Infrastruktur und verfügt über eine einheitliche technologische Basis für Reporting, Analytics sowie künftige AI- und Machine-Learning-Szenarien. Die dokumentierte Zielarchitektur, klare Rollenmodelle und der strukturierte Wissenstransfer erleichtern den nachhaltigen Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattform.
Das Erfolgsprojekt im Detail
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